Galerie Kunsthöfle e.V. in Bad Cannstatt

Aktuelles

 

Vor allen Vernissagen wird ein Hygienekonzept in Übereinstimmung mit der Haus-Verordnung des Amtsgerichtes Bad
Cannstatt und der jeweils gültigen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg erstellt.

Verantwortlich: Schatzmeister Dipl.-Ing. Friedrich Arbeiter. Vor jeder Vernissage oder anderen Veranstaltungen werden die Vereinsmitglieder und andere Teilnehmer schriftlich informiert. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen wird jeweils kontrolliert.

NEWS

 Der Vorstand beriet sich zu verschiedenen aktuellen Fragen des Kunstvereins.

In Sachen Finanzen konnte abgeklärt werden, dass sich die Kassenlage so darstellt, dass wie immer allen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen werden kann. Diskutiert wurde u.a. dass angesichts der Leistungen des „Kunsthöfle“ für seine Mitglieder*Innen bei einigen Projekten (z.B. Mitgliederausstellungskatalog) um einen Beitrag für die Zusendung von Freiexemplaren gebeten werden soll. Dem Beispiel anderer Einrichtungen folgend ist auch ein Appell an die Mitglieder*Innenschaft zum Jahresende als Spendenaufruf auszusenden.

Bezüglich der Zukunft des Kunsthöfle stehen Wechsel im Vorstand an. Neu zu besetzen ist die Position des Vorstandsmitglied, das u.a. den Aufgabenbereich des Protokolls bislang wahrgenommen hat. Prof. Bathelt äußert, dass er nach mehr als zehn Jahren den Vorsitz nicht mehr weiter führen wird und nur noch für eine ev. Übergangsperiode zur Verfügung steht. Ähnlich äußerte sich der Co-Vorsitzende Prof. Bunsen. Dipl. Ing. Friedrich Arbeiter, Schatzmeister des Kunsthöfle, macht seine Mitwirkung von der Entwicklung der Einrichtung abhängig. Friedrich Arbeiter führt dazu u.a. aus, dass nicht nur die Gewinnung neuer und auch jüngerer Mitglieder*Innen wünschenswert sei, sondern sich das Kunsthöfle auch um Sponsoren bemühen müsse, damit die Aktivitäten auf einer höheren Ebene (u.a. Werbung, Vielfalt der Aktivitäten etc.) durchführbar werden.

Mitglieder*Innen des Kunsthöfle sind freundlich aufgefordert zu überlegen, ob sie bereit sind: sich in den Vorstand einzubringen. *)

Angeregt wurde die Erstellung einer Planung der Aktivitäten des Kunsthöfle in 2022. Der Vorsitzende hat eine Aufstellung erarbeitet, die in der Homepage bereits ausgewiesen ist. Dabei wurde versucht, dass so viele Mitglieder*Innen wie möglich Werke zeigen können. Der Vorsitzende hält die Umsetzung von Vortragsveranstaltungen für einen wichtigen Schritt der Einrichtung auf einen Weg nach vorne. Hier können auch neue Mitglieder gewonnen werden.

Diskutiert wurde auch die Coronalage. Hier hat sich das Kunsthöfle an die Vorgaben des Amtsgerichts anzupassen. Sowohl bei der Hängung wie auch bei den Vernissagen sind die Gäste zu erfassen und  haben sich als geimpft/geboostert oder genesen (6 Monate Regel) auszuweisen.

Ein Termin für die Mitgliederversammlung wurde noch nicht festgelegt, da es einiger Zeit bedarf, um den neuen Vorstand zu bilden. Bitte schon einmal Samstag, den 19. Februar 2022, 15 Uhr eintragen. Ort: Amtsgericht. Der Termin wird mit einem Vortrag kombiniert werden, so dass sich ein dabei sein in jedem Falle lohnt.

*) Tagungsdichte: drei Vorstandssitzungen p.a.

 

Galerie Kunsthöfle – Mitgliederausstellung 2021/22

Die neue Ausstellung hängt. Es ist die Mitgliederausstellung 2021/22. Auf eine Eröffnung hat man verzichtet. Die Corona-Entwicklung lässt ein Zusammenkommen einfach nicht zu. Nun hat man einen interessanten Plan entwickelt, denn am Sonntag, 23.01. ab 14:30 Uhr gibt es eine Finissage und dann ein Happening! Die Mitgliederbilder werden abgehängt und die Werke von sechs Neumitglieder*Innen gleich aufgehängt und dazu gibt es eine Vernissage. Zwei Fliegen mit einer Klappe: ungewöhnlich, aber ein intelligenter Umgang mit den Gegebenheiten.

Zur aktuellen Mitgliederausstellung, die nach den Vorgaben des Amtsgerichts – Spielstätte des Kunsthöfle ist das Foyer – 2G Plus im Moment noch besucht werden kann und dessen Geschäftszeiten maßgeblich sind.

Die Mitgliederausstellung zeigt nun Arbeiten von sechzehn Kunsthöfler*Innen. Das hat System, den die letzte interne Werkschau war mit zwanzig anderen bestückt und die nächste Ende 2022 wird weitere zweiundzwanzig Mitglieder zeigen. Damit ist man dann durch und hat in drei Katalogen den Gesamtbestand des Kunsthöfle dokumentiert. Ein interessanter Blick in die Kunst im „The Ländle“, denn nicht nur Cannstatter und Stuttgarter sind Mitglied, sondern der Einzugsbereich ist weit größer.

Diesmal sind  wieder bekannte Namen mit dabei. So zum Beispiel Roland Bentz, der mit seinen Schmetterlingen und anderen Insekten brilliert. Diesmal seine Arbeit „Aus dem Ackerfrucht Journal“. Ein herrliches Großformat mit ratlosem Schmetterling vor der Ackerfurche. Regina Brenner ist erst seit 1986  Württembergerin. Die gebürtige Thüringerin arbeitet ganz wunderbare Radierungen. Ihre vielschichtige Arbeit „Brandung – Schottland“ zeugt von einer tiefen Begegnung mit der Nordlandschaft. Angela Eichhorn sorgt dafür, dass die im Foyer schwer zu zeigende plastische Kunst doch einen. Auftritt haben kann. Ihre „Mystik Bones“ sind wandhängend und die organische Anmutung überaus spannend. Die „Gedankenbilder“ von Thomas Fortanier beruhen auf seiner Einsicht ins Denken, aus dem heraus alles geschieht. Im Linien- und Farbfiligran seiner Arbeiten gelingt es ihm: das darzustellen. Helga Hägele hat eine „Blaue Stunde“ fest gehalten. Inmitten einer zarten landschaftlichen Anmutung eine weibliche Rückenfigur, die sich in die nachdenkliche Stimmung einpasst. Originell tritt Antonia Haug mit ihrer Arbeit „Textiles“ auf. Von einer Halterung aus legt sich ein Faden über die Malfläche, die auf Violett, Gelb und Weiß konzentriert bleibt. Das Allgemeine wird zum Besonderen. Sissi Katefidis ist eine Malerin par excellence. In ihrer vielschichtigen Collage „Fundstück“ wechselt sie zwischen pastos gearbeiteten Flächen und welchen, in denen die Farbe zugunsten von Hinweisen verändert und zurückgenommen wird. In solchem Unterschiedlichen lässt sich mit dem Auge spazieren gehen. Pierrot Krzywinski wechselt in seiner Malfläche zwischen eisschollenartigen Aufbrüchen und einem netzartigen Filigran. Beide Bereiche sind  farblich unterschiedlich und konkurrieren spannungsvoll miteinander. Das malerische Schaffen von Elke Lang-Müller ist erst von kurzem in einem umfangreichen Bildband gewürdigt worden. Ihr Ausstellungsbeitrag „Versprechen“ ist in Zonen aufgeteilt, die zwischen einem ruhigen und einem dynamischen Fluß wechseln. Eine abgetönte Zone, eine dynamische mit Farbeinschlüssen und eine ruhig in Blau fließende ergänzen sich und zeigen, was von einem Versprechen übrig bleiben mag. Ingeborg Maches „Rebstöcke“, die sich elegant in eine Perspektive hinein verjüngen scheinen eine nächtliche Momentaufnahme zu sein. Vielleicht gibt es noch späte Beeren? Der Sucher scheint mit einer Lampe unterwegs zu sein. Kaum jemand hat einen so durchdachten und sorgfältigen Umgang mit Farbe und Form wie  Frank Mezger. Er zeigt eine Reihe von Szenen aus seinem Werkbuch „Reise nach Le Havre“ – eine Fahrt ins lichte Blau. Mezgers Reflexionen über maritime Lichtstimmungen erfassen das Besondere der Region und zeigen ein Farbfest zwischen Calvados und Camembert. Maike Mezger trägt mit einem wunderbaren „Lichtspiel“ zur Werkschau bei. Eine Schichtung horizontal angelegter und in sich differenzierter bläulicher Farbflächen gehen sacht in Erdtöne über und  werden durch Farbfelder abgeschlossen. Fließendes und Verharrendes ergänzen sich in einem Lebendigen. Mila Murasová zeigt ein Blütenparadies, das sie mittig in eine landschaftliche Anmutung hinein öffnet: als sei Alice auf dem Weg ins Wunderland. Eine wunderbare Vielfalt bringt die Künstlerin in eine nachgerade ansteckende Harmonie. Gabi Schreiner zeigt in ihrer Arbeit „Sehnsucht“ Sehnsucht und drückt das mit einem Fensterrahmen aus, der auf eine weite Landschaft hin öffnet. Ein zart bewegter Vorhang, eine Taucherbrille und eine Muschel  lassen an Fernweh denken oder vielleicht auch an Erinnerungen, die sich durch solche Sommerattribute ausgedrückt finden. Den Holzschnitt beherrscht Eva Schwanitz ganz und gar selbstverständlich. In ihrem Blatt „Licht am Horizont“ teilt sie die Fläche in etwa mittig, hellt den (Horizont)Streifen auf und gestaltet die Dunkelflächen in changierendem Schwarz. Mit wenigen Mitteln gelingt der Künstlerin eine überzeugende Umsetzung ihres Themas. Margitta Sieber hat in ihrer Acryl auf Leinwand – Arbeit eine Kirschblüte vor einen dunklen Grund gestellt und Spuren von Blütenstaub von der Blüte ausgehen lassen. Die 100 x 100 cm Arbeit besticht durch eine Größe, die eine subtile Schönheit der Vorlage zu unübersehbarer Kunst macht.

Die Einladungskataloge sind verschickt. Die Galerie „Kunsthöfle“ zeigt sich der kulturfeindlichen Situation gewachsen. Ihre Suche nach weiteren Kommunikationsmöglichkeiten ist erfolgreich und die Zukunftsplanung vielversprechend.

 

 

 

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